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Wer sich einmal ein Einhell Power X-Change-Gerät gekauft hat, kauft selten nur eins. Der Sinn des Systems liegt ja gerade darin, dass derselbe 18-V-Akku im Bohrschrauber, im Rasenmäher, im Winkelschleifer und in der Heckenschere seinen Dienst tut. Genau deshalb hängt am Akku mehr als bei jedem anderen Bauteil: Lädt er nicht mehr, stehen potenziell gleich ein Dutzend Geräte still. Und ein Ersatz kostet je nach Kapazität mal eben 40 bis 100 Euro.
Die gute Nachricht: Lithium-Ionen-Akkus sterben selten plötzlich. Sie werden meist durch kleine, gut vermeidbare Fehler über Jahre hinweg „ermordet“ – durch Dauerladen, Tiefentladung im Geräteschuppen oder Lagerung in der Garage bei minus zehn Grad. In diesem Ratgeber gehen wir Schritt für Schritt durch alles, was Sie wissen müssen, um die Lebensdauer Ihrer Power X-Change-Akkus zu maximieren: richtiges Laden, sinnvolle Lagerung, Winterpause und die wichtigsten Warnsignale eines sterbenden Akkus.
Lithium-Ionen-Zellen verlieren Kapazität mit jedem Ladezyklus – das lässt sich nicht verhindern. Aber das Tempo dieses Verschleißes liegt weitgehend in Ihrer Hand. Ein Akku, der dauerhaft vollgeladen im Werkzeug steckt, bei Hitze im Kofferraum radelt und nach jeder kleinen Arbeit gleich wieder an den Ladegerät hängt, kann nach zwei bis drei Saisons spürbar nachlassen. Mit vernünftiger Pflege halten dieselben Zellen dagegen problemlos fünf Jahre und mehr.
Bei Einhell kommt ein praktischer Aspekt hinzu: Weil viele Anwender mehr als ein Gerät besitzen, lohnt sich ein durchdachter Akku-Puffer. Wer die sommerlichen Gartenakus im Oktober ordnungsgemäß einlagert und im März mit geladenen Zellen wieder entnimmt, startet ohne Frust in die Saison – und muss nicht jedes Frühjahr spontan nachkaufen.
Der wichtigste Punkt überhaupt: Laden Sie niemals einen eiskalten oder heißen Akku. Liegt der Akku nach dem Einsatz im direkten Sonnenlicht oder kam gerade aus der frostigen Garage, warten Sie, bis er sich auf etwa 10 bis 30 Grad Celsius abgekühlt bzw. aufgewärmt hat. Wer bei Minusgraden lädt, riskiert irreversible Schäden an den Zellen – Lithium-Ionen vertragen das schlicht nicht.
Die alte Nickel-Cadmium-Regel „immer erst komplett entladen“ gilt für Li-Ion nicht – im Gegenteil. Tiefentladung ist der Erzfeind. Sie dürfen Ihren Power X-Change-Akku also nach jeder Arbeit aufladen, auch wenn er noch halbvoll ist. Was die Lebensdauer kostet: das dauerhafte Stehenlassen auf dem Ladegerät nach Erreichen der Vollladung. Einhell-Ladegeräte brechen den Ladestrom zwar ab, aber der Akku gehört nach dem Ladevorgang trotzdem vom Gerät runter und weg vom Ladegerät – gerade über Nacht oder über Tage.
Wenn Sie wissen, dass Sie nur kleine Aufgaben vorhaben, reicht auch eine Teilladung. Zellen altern schneller, wenn sie dauerhaft am oberen Ladeende leben. Ein Akku, der zwischen 30 und 80 Prozent pendelt, lebt spürbar länger. Das ist kein Dogma, aber ein guter Hausgebrauch-Kompromiss, wenn Sie die volle Kapazität gerade nicht brauchen.
Verwenden Sie Einhell-Ladegeräte oder kompatible Ladegeräte für das Power X-Change-System. Ein schnelles Ladegerät mit 4 A Ladeleistung bringt einen leeren 2,0-Ah-Akku in rund einer halben Stunde wieder auf Startklar – bei 4,0 Ah entsprechend länger. Achten Sie darauf, dass die Kontaktfedern an Akku und Ladegerät sauber und trocken sind; ein feuchter Kontakt im Herbst ist eine klassische Korrosionsquelle.
Das Power X-Fastcharger 4A ist die pragmatische Wahl für alle, die im Alltag nicht warten wollen: Es lädt alle Power X-Change-Akkus und zeigt über LED-Anzeigen den Ladestatus klar an. Wer mehrere Akkus im Umlauf hat, sollte trotzdem die Grundregel im Kopf behalten – fertig geladen heißt: ab vom Ladegerät.
Für längere Pausen – also alles, was über ein paar Wochen hinausgeht – gilt die Faustregel: Akku etwa zur Hälfte laden, dann einlagern. Vollladung über Monate beschleunigt den Alterungsprozess genau wie Tiefentladung. Wer den Rasenmäher-Akku im November vollgeladen in die Garage stellt und ihn im April zum ersten Mal wieder anfasst, macht fast alles falsch, was man falsch machen kann.
Ideal ist ein trockener Raum mit konstanten 10 bis 20 Grad. Der Keller, ein beheizter Schuppen oder einfach die Werkstatt taugen gut. Wichtig: Nehmen Sie den Akku aus dem Werkzeug heraus. Im eingesteckten Zustand fließt eine geringe Ruhestromaufnahme, und über Monate kann das in Richtung Tiefentladung gehen. Außerdem schützt das Herausnehmen die Kontakte vor Staub und Feuchtigkeit im Gehäuse.
Kurz vor dem Winterspeicher der Gartenakus empfiehlt sich ein kleiner Jahresabschluss:
So entnehmen Sie im Frühjahr einen gesunden Akku, der ohne Umwege einsatzbereit ist – statt eines tiefentladenen Exemplars, das möglicherweise nicht mehr zu reanimieren ist.
In Foren und Werkstätten tauchen immer wieder dieselben Muster auf. Die fünf häufigsten:
Selbst bei bestem Willen erreicht ein Akku irgendwann das Ende seiner Lebensdauer. Diese Anzeichen deuten darauf hin:
Zur Erinnerung: Defekte Akkus gehören nicht in den Hausmüll. Geben Sie sie bei einer Sammelstelle für Batterien oder im Wertstoffhof ab – die Rücknahme ist kostenlos und in Deutschland verpflichtend.
Innerhalb des 18-V-Power-X-Change-Systems ja – alle 18-Volt-Akkus passen in alle 18-Volt-Geräte. Bei 36-V-Geräten wie größeren Rasenmähern werden zwei 18-V-Akkus als Paar verwendet. Ältere Einhell-Geräte mit anderen Akkusystemen (z. B. Classic) sind nicht kompatibel.
Bei vernünftiger Pflege sind fünf Jahre und mehr realistisch, auch bei regelmäßigem Einsatz. Ohne Pflege – Dauerladung, Hitze, Tiefentladung, Frostlagerung – kann die Kapazität schon nach zwei bis drei Saisons spürbar einbrechen.
Es schadet nicht und gibt Ihnen eine Referenz zur Laufzeit, aber es ist bei Li-Ion kein Muss wie früher bei NiCd. Laden Sie einfach auf – der Akku hat keinen „Memory-Effekt“.
Bei ganzjährlicher Nutzung ist weniger Sorgfalt nötig: Nach dem Einsatz aus dem Gerät nehmen, bei Raumtemperatur lagern, nicht dauerhaft am Ladegerät lassen. Vor längeren Pausen (Urlaub, Winter) den Ladezustand prüfen und auf etwa die Hälfte bringen.
Ein Standard-Setup ist ein 4,0-Ah-Akku für Geräteeinsatz plus ein 2,0-Ah-Akku als Reserve oder für leichte Geräte. Wer 36-V-Geräte betreibt, braucht ohnehin Akkus paarweise. Da alle Power X-Change-Akkus untereinander kompatibel sind, lohnt sich der Aufbau eines kleinen Akku-Pools besonders.
Sie müssen kein Akku-Ingenieur sein, um Ihre Power X-Change-Akkus in Bestform zu halten. Die vier wichtigsten Regeln auf einen Blick:
Wer diese Punkte befolgt, holt das Maximum aus jedem Power X-Change-Akku – und spart sich über die Jahre so manchen Ersatzkauf. Und da der ganze Charme des Systems in der breiten Kompatibilität liegt, gilt umgekehrt derselbe Satz: Ein gepflegter Akku ist die beste Investition, die Sie in Ihr gesamtes Einhell-Werkzeugarsenal machen können.
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